Verreisen? Ja, aber bitte nicht zu weit…

Das Bild trügt: Niedrige Infektionszahlen im eigenen Land täuschen über das Infektionsrisiko mit gefährlichen Corona-Virusmutanten bei Auslandsreisen hinweg. Internationale Kontakte sollten auch weiterhin weitestgehend vermieden werden!

Auch wenn die Corona-Werte derzeit sehr niedrig sind, ist weiter Vorsicht geboten. Sich selbst und andere zu schützen, muss auch weiterhin gelten. Im nahen Umfeld kann dies mit einer Maske und dem Abstandsgebot gelten, besonders wo viele Menschen zusammentreffen. – In diesen Wochen ist der Tourismus ein sehr hohes Risiko, weil sich dort (schon beim Transport) Menschen aus verschiedenen Ländern treffen und so das Virus und seine gefährlichen Mutationen schneller und weitläufiger verbreiten.

Aktuell ist die Delta-Mutation auf dem Vormarsch, während nur rund 40 Prozent der Menschen vollständig geimpft sind. Sie trat zuerst gehäuft in Indien auf – und kam durch regen Reiseverkehr schnell nach Großbritannien, wo besonders viele indischstämmige Menschen leben. Nur wenige Wochen später stiegen dann die Infektionszahlen auch in Portugal und Teilen Spaniens sowie auf Zypern, die bevorzugte Ziele britischer Touristen sind. Und in (noch) begrenztem Umfang verbreitet sich die aggressive Delta-Mutation nun inzwischen auch schon hierzulande.

Deshalb: Es darf auch jetzt keine Leichtsinnigkeit geben! Das Virus kann auch von vielen Reiserückkehrern verbreitet werden, die selbst keinerlei Symptome haben. Auslandsreisen besonders in Touristenzentren und Großstädte sollten daher unterbleiben – auch im Interesse der dort lebenden und arbeitenden Menschen, aber auch um sich selbst und das eigene Umfeld am Heimatort zu schützen.

Es mag zum gefühlten Lebensalltag (oder auch zum trendigen „Lifestyle“) gehören, zur Erholung in die Touristik-Hotspots des Südens zu fliegen oder ein verlängertes Wochenende in einer Großstadt zu verbringen. Aber genau das tun Menschen aus Gebieten mit höheren Infektionszahlen oder einer höheren Mutationsbelastung eben auch! Das sollte allen einsichtig sein – oder braucht es wirklich erst wieder offizielle Verbote und Beschränkungen, die dann den Frust wieder anheizen…?

Nein, es gibt kein Menschenrecht auf Fernreisen – und schon gar nicht in die Hotspots, wohin „alle“ reisen… Aber es gibt das Gebot der Vernunft und der Selbstbegrenzung. Auch im näheren Umfeld des eigenen Wohnortes bzw. überwiegend im eigenen Land sind Ferien und attraktive Freizeitangebote möglich. Eine begrenzte Ferien-Mobilität ist keine Einschränkung der persönlichen Freiheit – aber sie verhindert die internationale Ansteckungswelle, bei der nur wenige Touristen ausreichen, um hierzulande Corona-Beschränkungen, die nach den Erfahrungen der 2. und 3. Welle eigentlich niemand mehr will, wieder notwendig zu machen.

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