Aufgeschnappt & aufgeschrieben

Neulich wurde im ZDF-Morgenmagazin ein Beitrag zum Krieg in Syrien anmoderiert. Eine Formulierung blieb bei mir hängen: „…im Zuge des nicht enden wollenden Konflikts“, hieß es da im Sprechtext. – Mir fiel sofort ein, dass es eigentlich „…im Zuge des nicht enden sollenden Konflikts“ heißen müsste. Schließlich gießen NATO-Länder und die von ihnen trotz aller Kriegsaggressionen gepäppelte Türkei immer wieder gefährliches Öl ins Feuer…!

Geisterspiele“: Ich glaube, das wäre ein Anwärter auf das „Wort des Jahres“. In fast jedem Medienbericht taucht es auf, um die Konsequenzen des Corona-Virus darzustellen. Fußball findet also vor leeren Rängen statt. – Doch aufgemerkt, es gibt kollektive Empörung: „Dann müssen aber alle Spiele abgesagt werden!“, meckern Fans und maulen Journalisten. Ja, da fehlt wohl die „harte Hand von oben“. Und so wird das Ganze zur „Geisterdebatte“…

…mit Sauerkraut??? – Neulich las ich einen Internetkommentar zur „Kassler (SIC!) Strategiekonferenz“ der Linkspartei. Was auch immer da abgegangen ist, ziemliche Aufregung in der Mitgliedschaft und so nicht gewollte Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt hat: Das fehlende „E“ in der Ortsbezeichnung gab mir noch andere säuerliche Assoziationen, denn ich sah ein dampfendes Mittagsgericht vor mir… – Ich glaube, die „Kassler“ Analogie zu München, wo es eine „Münchner Bank“ oder den „Münchner Verkehrsverbund“ (immer ohne „E“) gibt, ist unglücklich…

3 Kommentare zu „Aufgeschnappt & aufgeschrieben

  1. Noch eine Anmerkung zu den „Geisterspielen“, die ja aktuell auch nicht stattfinden sollen: Gut, dass der Fußballbetrieb nun ruht. Die aktuelle Krise zeigt aber auch deutlich, wie viele Vereine (in Wahrheit sind es ja eher ausgelagerte GmbH’s der Vereine) von der Hand in den Mund leben. Vielleicht kommt es nun endlich mal dazu, über dieses perverse Geschäftsmodell „Profi-Fußball“ an sich nachzudenken.

    Von jedem normalen Arbeitnehmer wird Lohnverzicht erwartet, wenn sein Arbeitgeber in Schieflage gerät. Es wäre also nur recht und billig, wenn die Herren Spieler ebenfalls auf die eine oder andere Million verzichten.

    Wenn das System crasht trifft es ohnehin nicht die Watzkes und Rummenigges und schon gar nicht die Spieler, sondern die normalen Angestellten in den Vereinen, die in der 1. und 2. Liga ja schon mittelständische Betriebe sind.

    Viel härter als den Fußball trifft es jedoch die sog. Randsportarten, die halt nicht auf üppige TV-Gelder zurückgreifen können sondern auf die Zuschauereinnahmen angewiesen sind.

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    1. …nun bin ich ja sehr fern von jeglichem (!) Sport, hihi – aber natürlich, der Profi-Sport zeigt eben auch, wie weit Profitgier und Kapitalismus auch diesen Teil der Freitzeitbeschäftigungen (die ich im Grunde allen gönne, wenn’s nicht zu doll wird) vereinnahmt hat. Für mich gehören die „teuren“ Teile (d.h. viel zu hohe „Gagen“, Boni etc.) in die Ecke der gewollten sozialen Ungerechtigkeiten – sei es für Profi-Aktive oder alternde Funktionäre!!! Und ginge es nach mir: Weg damit!!!

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  2. Um mal beim Fußball zu bleiben (die „kleineren“ Sportarten nehme ich da mal aus): Solange der Markt immer weiter gefüttert wird durch die Bereitschaft von uns, den Fans, für Fußball die aufgerufenen Preise zu zahlen, wird sich nichts ändern.

    Wenn sich die Fans diesem Markt verweigern würden und nur noch, sagen wir mal, 10 Euro im Monat für Sky, DAZN und Co. bereit wären zu zahlen, wäre das Problem schnell aus der Welt. Dann hätte dieser Sport nämlich auch den Reiz für all die Scheichs und Oligarchen verloren, in dieses Geschäft zu investieren.

    Ich bin durchaus dafür, dass Profis anständig für ihren Beruf bezahlt werden. Aber die Summen, die insbesondere im englischen und spanischen Markt unterwegs sind, sind einfach nur noch bizarr. Und Vereine wie Barcelona oder auch Real Madrid wären schon längst insolvent, denn der spanische Staat nicht großzügige Steuerstundungen gewähren würde. So etwas hat im kleinen Stile auch in Deutschland gegeben, als der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck seinen Lieblingsverein Kaiserslautern mit Steuergeldern gerettet hatte.

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