Lese-Tipp – Heute: Syrien und die Medien

Infosperber (Schweiz, 31.12.2019): Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung. Die Nachrichtensendung des ZDF demonstriert, wie man mit wirkungsvoller Montage von Bild und Text falsche Informationen verbreitet.

Syrien-Berichterstattung: Alles verdreht – für die eigene Reinwaschung und noch mehr Militäreinsätze (?)…

Dieser lesenswerte Artikel des Schweizer Info-Blogs http://www.infosperber.ch legt seinen Finger in die Nachrichtenpolitik westlicher Medien. Denn dort werden Ursache und Wirkung seit langem verdreht, um vom Anheizen des blutigen Syrien-Konflikts durch die Allianz aus USA, Türkei, dem Blutregime Saudi-Arabien, Katar und auch der EU abzulenken:

Nicht die vom Westen geförderten Gewalt-Banditen sind dabei die Aggressoren, sondern natürlich „Assad und Putin“, die gebetsmühlenartig wiederholte Personifikation des Bösen… Gemeint sind die syrische Regierung und Russland (übrigens das einzige Land, das nach dem Völkerrecht rechtmäßig Truppen und Berater in Syrien unterhält!), denen die Verantwortung für Krieg und Flucht in die Schuhe geschoben werden soll… – Im Artikel wird deutlich, wer eigentlich den verschärften Bürgerkrieg in Syrien angezettelt hat und dort immer mehr Öl (!) ins Feuer gießt. Dazu dieser Textausschnitt:

„Im September und Oktober 2017 sagte Hamad bin Jassim Al Thani, der ehemalige Premierminister und Aussenminister von Katar, in mehreren TV-Interviews, Katar und Saudi-Arabien hätten zusammen mit den USA den Angriff auf Syrien geplant und durchgeführt:

«Alles lief über die Türkei», sagte der Scheich im staatlichen Fernsehen des Emirats (nicht auf «Al Jazeera»), «in Koordination mit den USA, den Türken und unseren saudischen Brüdern, alle waren über ihr Militär daran beteiligt.» (Vgl. Michel Raimbaud: Les Guerres de Syrie, S. 158 ff.)

Al Thani nahm kein Blatt vor den Mund. Er selbst sei im Frühling 2011 nach Damaskus gereist und habe Assad 15 Milliarden Dollar angeboten, wenn er sich vom Iran distanziere. Da Assad ablehnte, habe man zusammen mit den Saudis die geplante Intervention in Syrien eingeleitet. Syrien sei «die Beute» gewesen, auf die es mehr als 60 Länder unter Führung der USA abgesehen hatten: die sogenannte Gruppe der Freunde des syrischen Volkes.“

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