Lese-Tipps – Heute: „Welthandel“

Hier gibt es in loser Folge kommentierte Hinweise zu externen Artikeln

1. – Mosaik-Blog (Österreich, 23.09.2019): Klimakiller Welthandel – Warum der Mercosur-Stopp nur der Anfang sein darf

Ein interessanter und sehr lesenswerter Beitrag aus Österreich. Das Land hat mit seinem Nein das Mercosul-Handelsabkommen der EU ausgebremst. – Doch, so der „Mosaik“-Beitrag, das reicht bei weitem nicht aus, denn: „Die EU-Kommission arbeitet an ähnlichen Verträgen mit 90 anderen Ländern. Selbst wenn dort kein Regenwald brennt, sind auch diese Deals eine große Gefahr für das Klima. Das neoliberale Welthandels-System insgesamt ist einer der größten Klimakiller überhaupt. Um unsere Lebensgrundlagen zu retten, müssen wir die Handelspolitik radikal verändern.“

Wie sehr der profitorientierte Welthandel der reichen Länder nicht nur dem Klima, sondern mindestens ebenso den sozialen Strukturen für die zu Armutslöhnen produzierenden Menschen in der südlichen Hemisphäre schadet, wird sehr deutlich herausgestellt: „Gerade für die Ärmsten der Armen sind die Selbstversorgungs-Landwirtschaft, der Zugang zu eigenen Märkten und stabile Preise oft wichtiger als der Weltmarkt. Sie sind auch diejenigen, die am Stärksten von der Klimakrise betroffen sind. Die großen Profiteur*innen des Welthandelssystems sind global handelnde Konzerne, die dank mangelndem Umweltschutz und fehlenden Arbeitsrechten in den Ländern des Südens ihre Profite erhöhen können.“

2. – Gegenblende (DGB-Magazin, 18.08.2019): Gute Arbeit weltweit statt Sklavenarbeit

„Wer wirklich die Menschenrechte von Arbeiter*innen global schützen will, muss weltweit operierende deutsche Konzerne gesetzlich dazu verpflichten. Freiwillige Regelungen, wie sie die Bundesregierung bevorzugt, bringen wenig.“

Freiwillige Verpflichtungserklärungen der importierenden Unternehmen und Konzerne reichen nicht aus – denn das Hauptproblem ist das System der oft nicht kontrollierten Subunternehmen. Sie garantieren noch immer die Sklavenarbeit für den Konsum in der reichen Welt. Die Import-Unternehmen erklären sich dafür meistens nicht zuständig – und so bleiben die Arbeits- und Lebensbedingungen der NiedrigstlöhnerInnen weiterhin katasrophal…

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