Ein Parteivorsitzender und der „Klassenkampf“

Oder: Warum Revolutionen in Bahnwaggons oft gute Chancen auf Erfolg haben… – Eine Glosse von Herman U. Soldan (16.08.2019)

…ach, DAS war mit der „Klassenfrage“ gemeint, die in einigen Kreisen der LINKEN wieder thematisiert wird??? – Gestern machte der LINKE-Bundesvorsitzende Bernd Riexinger diesbezüglich zum ersten Mal bundesweite Schlagzeilen: Der neue „Klassenkampf“ im Anfangsstadium soll wohl zunächst einmal im rollenden Material der Bahngesellschaften stattfinden… Denn: Bernd Riexinger möchte, dass in überfüllten Regionalzügen auch die 1. Klasse für alle geöffnet wird. Erste Reaktionen fördern bereits deutliche Klassengegensätze zu Tage…

Knüpft der Parteivorsitzende damit womöglich an das revolutionäre Potenzial des Bahnfahrers Wladimir I. Lenin an, dessen Fahrt im Zug von der Schweiz ins vorrevolutionäre Russland weltpolitische Folgen hatte…? Saß Lenin eigentlich damals in der Holz- oder in der Polsterklasse?

Den Knackpunkt der aktuellen Debatte beschrieb ein Facebook-Nutzer treffend: „Linke sollten doch dafür sorgen, dass es uns besser geht. Also schafft gefälligst die 2. Klasse ab. 1. Klasse für alle!“

Insbesondere als LINKER interessiert mich der Fortgang dieser höchst zentralen gesellschaftlichen Diskussion brennend…! Und: Richtig spannend wird es dann, wenn im nächsten Schritt die „Klassenfrage“ auch in ICE- und anderen Fernzügen gestellt wird – grenzüberschreitend… Denn dann sind wir dem Internationalismus des Klassenkampfes ein großes Stück nähergerückt…!!!

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